NACHHALTIGKEIT &

VERANTWORTUNG LEBEN

Wir haben 2018. Die Zukunft hatte schon mal einen besseren Ruf. Beschleunigungs- und Eskalationsprozesse, wohin man schaut: Dramatische Zuspitzungen bestimmen die Politik, der Klimawandel ist ungebremst, Geschäftsmodelle geraten ins Trudeln, die Digitalisierung versetzt manche in hoffnungsvolle Aufregung und stürzt andere in tiefe Sorgen um Arbeitsplätze und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und die Banken? Die „neue Normalität“, von der während der Finanzkrise oft die Rede war, scheint nicht einzutreten. „Normal“ – oder gar stabil – ist mit Blick auf die nähere Zukunft gar nichts, wenn es um den Finanzsektor geht.

Wirkung. Wirklich?
Banken zwischen Nachhaltigkeits-BlaBla und echter Verantwortung

Nachhaltigkeit und Verantwortung, so behaupten wir Freibanker, sind in dieser Situation für Banken keine Bedrohung – sondern eine Riesenchance: ein Weg aus der Sackgasse. Denn: Nachhaltigkeit kann es ohne erfolgreiche Banken nicht geben. Die Sache ist deshalb ein zentrales Innovationsthema. Nachhaltigkeit betrifft, ernst genommen, jeden Bereich einer Bank: Prozesse, Produkte und Reputation sind nur drei Beispiele für Felder, auf denen die „Nachhaltigkeitsbrille“ relevant ist und helfen kann, eine bessere Bank zu werden.

„Wer glaubt, dass Nachhaltigkeitsmanager die Nachhaltigkeit managen, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!“

Nachhaltigkeit ist als gesellschaftliches Ziel weitgehend akzeptiert. Zwar variieren die Interpretationen dieses Leitbildes, seine Grundaussage trifft aber auf einen breiten Konsens: Es geht um das Ausbalancieren sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Zielsetzungen – sie sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Letztlich geht es darum, Verantwortung zu übernehmen für die wirtschaftlichen, aber eben auch die sozialen und ökologischen Wirkungen unternehmerischen

Tuns.

Auch die so verstandene Verantwortung ist weitgehend akzeptiert, wird aber ebenfalls sehr unterschiedlich interpretiert. Nicht zuletzt, weil Wort und Tat oft auseinanderfallen, Nachhaltigkeitsberichte regelmäßig „Bullshit“ produzieren und Nachhaltigkeit immer wieder als leicht zu habender Marketinggag missbraucht wird, ist häufig von „Greenwashing“ die Rede. Unternehmerische Verantwortung ist etwas anderes: das ehrliche Bestreben, die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Wirkungen der Unternehmensaktivität zu verstehen und aktiv zu managen. Es geht idealerweise darum, Nachhaltigkeit strategisch „einzubauen“ statt das Thema lediglich an Bestehendes „anzudocken“.

Dies führt unmittelbar zu einer Komplexitätserhöhung unternehmerischer Entscheidungssituationen. Sobald Umwelt- und Sozialthemen mitbedacht und die Bedürfnisse der Stakeholder mitgedacht werden, entstehen ganz neue Fragestellen – und neue Chancen. Dabei ist die Übernahme von Verantwortung natürlich keine Garantie für wirtschaftlichen Erfolg. Es ist aber bereits sehr deutlich absehbar, dass sich das Thema dezidiert von „nice to have“ zum „must have“ entwickeln wird, auch wenn es heute noch Unternehmen wie Apple oder Facebook gibt, die ganz ohne Nachhaltigkeit geradezu atemberaubende Erfolge feiern. Noch – denn Kundschaft, Medien und die Zivilgesellschaft sind zunehmend kritisch bei problematischen Unternehmenspraktiken, nicht zuletzt im Bankenbereich.

Diese Zielsetzung ernst zu nehmen, erhöht im Unternehmen die überlebenswichtige Sensibilität für wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen und ist damit auch ein Beitrag zur Steigerung von Resilienz. Und: Ehrlich Verantwortung zu übernehmen und durch Nachhaltigkeit Vertrauen zu rechtfertigen, ist Sinn-voll, kann Stolz und Motivation in einer Bank erheblich steigern. Verantwortung und Vertrauen gehörten von Anfang an zum Bankgeschäft – sich hierauf „nachhaltig“ zu besinnen, ist gerade angesichts von FinTechs, den Googles dieser Welt und einer verbreiteten Frustration im Finanzsektor kein Luxus, sondern ökonomisch gebotene Voraussicht.

Wir Freibanker behaupten: Nachhaltigkeit und Verantwortung sind für die Banken ein absolutes Gewinner-Thema!

Wirklich? Wirksam? Und was würde das konkret bedeuten? Oder verstrickt sich da der Finanzsektor – wie manch andere Bereiche der Wirtschaft – in inhalstleerem Nachhaltigkeits-Blabla, das von wichtigeren Themen wie Digitalisierung und Regulierungsdichte ablenkt?

Ernst genommen, wirken Nachhaltigkeit & Verantwortung potenziell in jeden Bereich eines Unternehmens hinein. Auf lange Sicht bleibt kein Prozess und keine Person unberührt, wenn Verantwortung im Sinne nachhaltiger Wirkungen Teil von Unternehmenskultur und Geschäftsstrategie wird.

 

Von entscheidender Bedeutung ist es, wichtige Stakeholder „mitzunehmen“: Kundinnen und Kunden, Lieferanten, Nichtregierungsorganisationen, Interessenvertretungen, Medien usw. Die Stakeholdergruppe, die zuallererst „mitgenommen“ werden muss, ist freilich die der Mitarbeitenden. Unternehmerische Verantwortung, die nach außen kommuniziert, aber innen nicht gelebt wird, kann nicht funktionieren. Deshalb ist die unternehmerische Realisierung des Nachhaltigkeitsprinzips vor allen eines: Kulturarbeit. Dabei geht es nicht zuletzt um den Sinn unternehmerischen Tuns.

Sensorium

für Veränderungen und Trends: Wer seine Wirkung versteht und managt und aktiv mit seinen Stakeholdern kommuniziert, erkennt frühzeitig gesellschaftliche Veränderungen, die für Unternehmensentwicklung relevant sind – und kann diese Veränderungen strategisch (und nicht nur anlassbezogen) berücksichtigen. Damit ist das Thema ein Beitrag zur Resilienz eines Unternehmens.

Reputation

Ganz allgemein trägt das aktive Management von Verantwortungsthemen zur Reputation eines Unternehmens bei. Gelebte Verantwortung reduziert nicht nur Reputationsrisiken, sondern kann bei Problemen auch die Loyalität wichtiger Stakeholder sichern.

Risikoerkennung

Die gleiche „Brille“ der Verantwortung trägt dazu bei, frühzeitig Risiken erkennen, minimieren und managen zu können. Im Extremfall kann dies auch zu „Exnovation“ führen, wenn potenziell profitable Praktiken aus Verantwortungsgründen beendet werden.

Kosten

Vor allem im Umweltbereich zeigt sich, dass verantwortliches Management auch kostensparend wirken kann: Wer Prozesse „ökologisch“ optimiert und Energie und Material einspart, spart auch Geld. Aber auch die Senkung von Mitarbeiterfluktuation und der Beitrag zum Risikomanagement sind finanziell wirksam.

Kompetenzaufbau

Verantwortung heißt nicht zuletzt, den Blick zu weiten für gesellschaftliche, soziale und ökologische Themen – mit entsprechenden positiven Folgen für unternehmerisches Wissen und Kompetenz.

Motivation

Die Erfahrung zeigt, dass Mitarbeitende verantwortliches Engagement ihres Unternehmens zu schätzen wissen und dass dieses Engagement Sinn, Stolz, Loyalität und Motivation erzeugen kann.

Employer-Branding

Gerade bei jungen Menschen ist die authentische Wahrnehmung unternehmerischer Verantwortung und der Sinn von Aktivitäten ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.

Markenstärkung

Gerade in Sektoren wie dem Finanzsektor, in dem sich Produkte und Dienstleistungen nur wenig differenzieren, kann Verantwortung zur Unterscheidbarkeit einer Marke beitragen,man erreicht womöglich neue Kundinnen und Kunden.

All diese Faktoren sind letztlich ökonomischer Natur – sie sind Argumente für Verantwortung als „business case“. Diese ist üblicherweise nachhaltiger als der „ethical case“: Denn (nur) ethisch begründete Entscheidungen stehen in der Gefahr, in ökonomisch schwierigen Zeiten unter die Räder zu kommen. Dennoch ist die Übernahme von Verantwortung natürlich auch eine ethische Entscheidung.

Erste Schritte – unser Angebot

Wir Freibanker helfen, Nachhaltigkeit in Ihrer Banken wirklich wirksam zu verankern:

  • Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses von Verantwortung/Nachhaltigkeit und den damit verbundenen Chancen und Risiken
  • Entwicklung von Strategien und Kriterien Nachhaltigkeit in der Erfolgsmessung zu verankern
  • Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken angesichts von Verantwortung und diese betreffenden gesellschaftlichen Zukunftstrends
  • Konzepterstellung zur Positionierung zum Themenkomplex Verantwortung / Nachhaltigkeit
  • Mitwirkung beim Stakeholdermanagement
  • Implementierung und Mitwirkung bei Beiräten zum Thema Nachhaltigkeit

Wir sind Bergführer.

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